Flagge zeigen – ästhetisch korrekt

Auch wenn es heute nur im so genannten kleinen Endspiel um einen schönen Abschluss der Fußball-WM in Südafrika geht, taumeln die Daheimgebliebenen im schwarz-rot-goldenen Traum. Während im Dörp nur eine vagabundierende Deutschland-Fahne mal in der Einfahrt, später dann im Innenhof und einen Tag darauf im Garten des Wirtzhauses auftaucht und von Petras leckeren Deutschland-Torten kein Krümel übrig blieb, scheint der Rest der Welt in schwarz-rot-gold getaucht. Dabei stellt sich die Frage, wie die Farben zueinander anzuordnen sind. Politisch korrekt verhält sich, wer sich an die Anordnung über die deutschen Flaggen des Bundespräsidenten von 1996 hält:  „1. Die Bundesflagge besteht aus drei gleich breiten Querstreifen, oben schwarz, in der Mitte rot, unten goldfarben, Verhältnis der Höhe zur Länge des Flaggentuches wie 3 zu 5. Die Bundesflagge kann auch in Form eines Banners geführt werden. Das Banner besteht aus drei gleich breiten Längsstreifen, links schwarz, in der Mitte rot, rechts goldfarben.“ Somit ist klar und eindeutig geregelt, wo schwarz zu sein hat: oben bei der Flagge und links beim Banner. Beim Fritten Pitter in Uckerath ergab sich für den Inhaber Dieter Hilkens ein Problem bei der Dekoration der Außentische, die auch ohne Nationalfarben bereits gelbe Tischtücher zieren. Wo der Bundespräsident keinen Rat weiß, greift jetzt die ästhetische Auflösung vom Fritten Pitter: „Die Fahne muss man so aufhängen, wie es am besten aussieht!“

Kommentare

Bisher noch keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

 

Trackbacks & Pingsbacks