Das Kartoffelfest 2010

Das Büllesfelder Kartoffelfest ist eine Tradition, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entstanden ist.Die Chronik des Dorfes liefert folgenden Hinweis: 1985 oder 1986 muss es gewesen sein, als Opa (Anton) Wagner den Zugezogenen gestattete, auf seinem Feld eigene Kartoffeln anzubauen. Im Gegenzug sollten die anderen Familien mit für die Feldarbeit verantwortlich sein. Beim Setzen funktionieret das hervorragend, es wurden hauptsächlich die Kinder gefordert. Als es aber ans Häufeln oder gar ans Jäten ging, war weit und breit keine helfende Hand in Büllesfeld zu finden. Und so blieb dieser Teil an Opa Wagner hängen. Bei der Ernte aber gab es kein Entrinnen. Da mussten alle mit ran. Und selbst Reiner Lehmann machte mit, obwohl der immer wieder betonte, Kartoffeln gäbe es beim Aldi vorne links – ohne schweißtreibende Arbeit. Und wenn Richard Wagner den Roder durchs Feld zog, läuft der Rest des Dorfes gebückt durch die Reihen und ließ die Früchte in die Körbe fliegen und machmal auch einen Regenwurm – am besten in Richtung Petra, die schrie am schönsten. Wenn es schon bei der Arbeit so fröhlich zugeht, dann schreit das in Büllesfeld geradezu nach einer Verlängerung. Sicher ist wieder einmal von einem anderen Anlass ein Fässchen Kölsch übriggeblieben. So werden nachmittags also die frisch geernteten Kartoffeln gerieben, die Leute zusammengetrommelt und auf einem wackeligen Zweiplatten-Kocher wurden Rievkochen gebacken: fertig war das Kartoffelfest. In den folgenden Jahren wurde hieraus eine Tradition entwickelt und der Ablauf verfeinert. Auch wenn bereits seit 1989 keine Kartoffeln mehr von den Büllesfelder mehr angebaut werden – nur in Ursulas Garten gibt es noch eine kleine Reihe, die Richard ausmachen muss, wenn Ursula auf der Terrasse sitzt – werden immer noch im September im Hof des Wirtzhauses die Kartoffeln geschält, der Teig angemacht und die Rievkoche wurden gold-gelb in dr Pann gebrode. Ein Fässchen gehört natürlich dazu.

Impressionen vom Kartoffelfest 2010

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