Kurze Leitung – lange Leitung

In Büllesfeld lässt sich Technik noch anschaulich machen. Bevor z.B. der Strom aus der Steckdose kommt, wird er in zu Kabel verzwirbelten Leitungen durch Wald und über Weiden zum Dorf geführt, wo sie sich nach dem ersten Haus mit vier einzelne Leitungen zu den übrigen Gebäuden geführt wird. Mit dem Telefon verhält es sich ähnlich. Die Leitung hangelt sich an Masten entlang und verschwindet erst gute 800 Meter außerhalb in der Erde und legt dort die restlichen 50 Meter bis zum Verteilerkasten der Telekom zurück. Freileitungen haben durchaus den Vorteil, dass Schäden in der Regel selbst derjenige erkennen kann, der über wenig oder gar kein technisches Verständnis verfügt. Liegt es zerrissen mit zwei voneinander getrennten Enden auf der Erde, haben wir Stromausfall oder der Schaden betrifft nur Telefon und Internet – je nachdem welche Leitung es erwischt hat. Das kommt schon mal vor. Zum Beispiel nach Unwettern. Da hat es auch schon einmal beide Leitungen zur gleichen Zeit erwischt. Oder in der Heuernte, wenn ein modernen Heuwender mit hoch gestellten Auslegern an der Telefonleitung kratzt. Jetzt haben wir anscheinend den Schlammassel in der Erde. Kurz vor dem ersten Mast gibt es seit Mittwoch ein Loch und gibt die Leitung frei. Das muss man natürlich gesehen haben.

Kommentare


  1. Udo Kopernik

    Warum die Damen Kopf stehen, kann ich mir auch nicht erklären.

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