Wie viele Adventskalender gibt es in Büllesfeld?

Auf das Thema Volkszählung sind die Büllesfelder nicht gut zu sprechen. Denn der Makrozensus von 1987 hat das Dorf ganz schön auf den Kopf gestellt. Und das im Sinne des Wortes. Denn obwohl die beiden Verkehrswege in Büllesfeld keine Straßennamen tragen, konnte sich bis zur Volkszählung auch der Ortsfremde ganz gut orientieren. Das erste Haus, das man erreichte, wenn man in den Ort hineinfuhr trug die Nummer 1, das nächste dann die Nummer 2 bevor man schließlich 3 erreichte. Nachdem das Wirtschaftsgebäude der Nummer 2 zu einem Wohnhaus umgebaut war, erhielt es die Bezeichnung 2a. Zur gleichen Zeit erhielt die landwirtschaftliche Hofanlage mit der 3 ein Altenteil, das nunmehr das letzte Haus in Büllesfeld bildete und selbstbewusst die 4 trug (hätte man auch der Logik zu 2 und 2a folgend, 3a nennen können). Ein im Grunde sehr simples System. Dies hielt jedoch der Prüfung der Gemeindeverwaltung nicht stand, die bei der Vorbereitung der Volkszählung eine Umnummerierung vornahm. Die Häuser wurden nun aus der Sicht des Ortskerns der Stadt Hennef durchnummeriert. Es spielt dabei keine Rolle, dass es aus dieser Richtung nur den Nutzern landwirtschaftlicher Fahrzeuge erlaubt ist, sich Büllesfeld zu nähern. Und so wurde aus 4 (eigentlich 3a) die 1, aus 3 wurde 2, aus 2 wurde 3 und die 1 war fortan an die 4. Ja, ein Häuschen feht. Es ist die ehemalige 2a, die nur für wenige Tage zur 3a umgewidmet worden war, bevor sie wieder zu dem wurde, was sie heute noch ist: die 2a. Was diese Epsiode aus der Büllesfelder Chronik mit dem Advent zu tun hat? Ganz einfach: Wo beginnen wir denn mit dem Zug durch die Gemeinde und schauen uns die Kränze und Kalender in der Adventszeit 2011 an? Im Haus 1? Vor oder nach 1987? Da am Haus 4 immer noch die 1 hängt und sich heute selbst die Einheimischen nicht mehr in ihrem Dörp orientieren können, werden wir morgen das Türchen in der 1 vor Zensus öffnen.

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